Der auf einer Höhe
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Herthasee
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von 114 Metern, in mitten des Nationalparkes
gelegene Herthasee ist ein sagenumwogender Ort. Bis zur Jahrhundertwende
nannte man ihn noch Schwarzer See, wohl aufgrund
seiner Tiefe von 11 Metern, die die wasseroberfläche anthrazitfarben
schimmern lässt.
Der Sage nach war hier die Kultstätte der altgermanischen
Göttin Nerthus oder Hertha, der Erdmutter. Einmal im Jahr
soll ein Fruchtbarkeitsfest gefeiert worden sein, zu dem die
Göttin in Begleitung ihrer Priester erschien. Sie kam in
einem Wagen, der mit einem dichten Schleier bedeckt war und
von schneeweißen kühen gezogen wurde.
Weil kein gewöhnlich
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Sterblicher sie bei dem Bad, das sie im See nahm,
gesehen haben durfte, wurden alle Diener und Sklaven, die ihr
behilflich gewesen waren, anschließend im See ertränkt.
In der Slavenzeit stand
an der Ostseite des Sees eine Festung,deren 10 Meter hoher Burgwall
heute noch zu erkennen ist.
Unweit der Burg wuchs die Herhabuche (die heute nicht mehr steht),
die der Legende nach eine immense Höhe hatte. Aus dem rauschen
der Blätter soll der Priester den Willen der Göttin
gedeutet haben.
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