Ernst-Moritz-Arndt Sicht

Wanderer, deren Weg durch den Nationalpark Jasmund führt, treffen mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem Hochuferweg auf den plateauförmigen Kreidevorsprung Ernst-Moritz-Arndt Sicht. Er wurde nach dem auf Rügen gebürtigen Historiker, Schriftsteller und Publizisten Ernst Moritz Arndt benannt. Der Aussichtspunkt befindet sich rund 4 Kilometer nördlich von Sassnitz an der Kreideküste.

Gleich welches Wetter einem begleitet, die Sicht auf die Kreide-Abbruchküste ist es stets wert, genossen zu werden. Dabei sah es nicht immer so aus wie einst auf Kaspar David Friedrichs Gemälde: Aufgrund von immer wieder auftretenden witterungsbedingten Kreideabbrüchen hat sich der Anblick stark verändert. Vom 23. auf den 24. Februar 2005 fand letztmals ein großer Kreideabbruch statt. Über Nacht stürzten über 50.000 Kubikmeter Kreide vom Rügener Wahrzeichen auf den Strand. Die Hauptzinnen der Wissower Klinken stürzten in die Tiefe. Noch heute sind diese Vorkommnisse klar zu erkennen: Nicht nur, dass sich das Panorama verändert hat, auch erkennt man noch vom Aussichtspunkt Ernst-Moritz-Arndt aus die nachhaltige Weißfärbung des Wassers.

Ernst-Moritz-Arndt Sicht
Die Ernst-Moritz-Arndt Sicht biete atemberaubende Ausblicke in die Tiefe und Ferne.

Der Besuch der Ernst-Moritz-Arndt Sicht

Der Besuch der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht lohnt sich auf alle Fälle, denn man weiß ja nie, wie sich die Kreideküste weiterhin durch Regen, Wind und Brandung verändern wird. Daher sollte man den beeindruckenden Blick auf die steil in die Ostsee abfallende Kreideformation mit den am Rande stehenden Bäumen, deren Wurzeln ins Leere zu greifen scheinen, nicht auf später verschieben. Wichtig jedoch ist, den angebrachten Warnhinweisen Folge zu leisten.

Foto auf der Seite Ernst-Moritz-Arndt Sicht: